Kein Flughafen in Mannheim-Nord!

FLUGHAFEN HAHN MIT VERLUST. Mannheimer Morgen 25.02.2011 / MAINZ. Der Hunsrück-Flughafen Hahn schreibt für 2010 nach Angaben der rheinland-pfälzischen SPD-Landesregierung voraussichtlich einen Verlust von rund 10,8 Millionen Euro. Verkehrsminister Hendrik Hering (SPD) sagte gestern im Landtag in Mainz, die finanziellen Eck- werte der Flughafen GmbH hätten sich kontinuierlich verbessert. Noch 2009 habe der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport als damaliger Hahn-Mitgesellschafter rund 23 Millionen Euro Jahresverlust prognostiziert.

Mannheim: Cirrus fliegt nicht mehr nach Hamburg Mannheimer Morgen // Ticker // 02.11.10 // 17:34 Mannheim. Die Cirrus Airlines stellen ab 26. November ihre Linienflüge vom City Airport in Mannheim nach Hamburg ein. „Mit großer Verwunderung“ reagierte Reinhard Becker, der Geschäftsführer der Rhein-Neckar-Flugplatzgesellschaft, auf die Nachricht aus Saarbrücken, dem Sitz der Fluggesellschaft. Den Ausschlag gegeben habe laut Cirrus die Tatsache, dass seit einiger Zeit von Frankfurt aus sehr günstige Flüge zu verschiedenen Tageszeiten nach Hamburg angeboten werden, was zu einem starken Passagierrückgang von und nach Mannheim geführt habe.

Immer mehr Stimmen werden laut, die aus dem Coleman Army Airfield nach dem Abzug der US-Army spätestens 2015 einen Zivilflughafen machen möchten. Die Anwohner des Flugfeldes leiden schon sehr lange unter dem Lärm der startenden und landenden Militärhubschrauber. Braucht die Region einen Flugplatz für Geschäftsflüge? Dazu müsste aber die ganze Region betrachtet werden. Nach Zürich, Hamburg oder Berlin kommt man übrigens auch sehr gut mit der Bahn. Zum nächsten Flughafen in Frankfurt ist es ebenfalls nicht weit. Wir sagen: Kein Flughafen in Mannheim-Nord, weder militärisch noch zivil. Auch keinen Regionalflughafen! Coleman sollte ein Ruheort und kein Airport werden. Unterzeichnen Sie hier diese Online-Petition und schreiben Sie uns hier unten, was Sie vorschlagen, was auf dem Coleman-Gelände entstehen könnte. Anonyme Beiträge akzeptieren wir allerdings nicht.

Eine Initiative von Bündnis 90/Die Grünen Mannheim Nord
und Gerhard Fontagnier, Stadtrat

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101 Beiträge Kein Flughafen in Mannheim-Nord!

  1. mmm sagt:

    Ich halte eine gemischte Nutzung aus Renaturierung, Energiepark, gewerblicher Erschließung und evtl. wohlgeplanter vorsichtiger Wohnraumerschließung an den schönsten Stellen für eine ökologisch und ökonomisch sinnvolle Lösung – im Gegensatz zu einem Flughafen, der den gesamten Norden als Wohngebiet und das direkt angrenzende Landschaftsschutzgebiet dramatisch abwerten würde und nur für eine kleine Zahl von dekadenten Menschen, die zu bequem sind, die kurze Bahnstrecke zwischen Mannheim und Frankfurt auf sich zu nehmen einen scheinbaren Nutzen bringen.

    Zum Beitrag von Leif Erichsen: Ich möchte sie über die Irrtümer, aus denen ihr Text besteht aufklären: Sportflugzeuge spielen in der Tat keine Rolle. Leider hat auch niemand vor, einen Flughafen nur für Sportflugzeuge zu bauen. Arbeitsplätze und Einnahmen können auch ohne die erhebliche Lärmbelästigung durch zivilen Flugverkehr erzielt werden; etwa durch eine Nutzung als Energiepark oder durch Formen der gewerblichen Erschließung, die die Lebensqualität der Anwohner nicht zerstört. Das passepartout-Argument der Arbeitsplätze ist also hier gar keines. Und nur weil ein einzelnes Flugzeug nicht genauso laut wie ein Hubschrauber ist (was sie einfach mal so behaupten) ist das noch lange kein Argument für die unbestreitbare und vermeidbare Belästigung, die ein Flughafen der Bevölkerung bescheren würde. Die Stadt selbst darf ihren Grad der Rücksichtnahme gegenüber dem Menschen in Mannheim Nord doch nicht am rücksichtslosen Verhalten der Amerikaner messen! Die vorhandenen Einrichtungen können überdies auf keinen Fall weiter genutzt werden und müssen vernichtet werden. Vielleicht sind sie mit ihrer Meinung bei einem FDP-Stammtisch besser aufgehoben als hier.

  2. Leif Erichsen sagt:

    Ich bin dafür, daß Coleman als FLUGPLATZ erhalten bleibt. Die Lärmbelastung der meisten Sportflugzeuge ist so gering, daß von einer Belastung nicht die Rede sein kann. Größere Flugzeuge bringen zwar mehr Lärm, aber auch Einnahmen und Arbeitsplätze mit sich. Die Lärmemissionen von Militär Hubschraubern werden auf keinen Fall erreicht. Außerdem stellt die Landebahn einen Wert dar, den man nicht einfach vernichten darf. Die Bahnen von Worms, Mannheim und Speyer sind für einen kommerziellen Betrieb zu kurz. Coleman bietet ideale Möglichkeiten.

  3. Michael Wagner sagt:

    Definitiv keine Wohnraumerschließung, da wir schon genug soziale Brennpunkte haben.
    Wenn Ihr sowas vorhabt, dann ist das nur Abstellgleistaktik (siehe Geschichte der Benz Baracken).
    Durch Aufforstung und Spielplätze ein Gebiet erstellen, daß dem Karlstern ähnelt, bzw. gleichkommt.
    Wäre der beste Kontrast zur Betonwüste nebst Autobahn.

  4. summary sagt:

    Wie viel Flugplätze benötigt eine Region wie Mannheim eigentlich? Würde es nicht reichen wenn man eine der vielen Flugplätze / Landebahnen oder Pisten dafür ausbaut. Wie wäre es mit Speyer? Die Erweiterung ist Beschlossen und so gut wie im Bau.
    Muss man da wirklich noch einen neuen Flughafen bauen? Und dann im Sandtorfder Bruch? Ich dachte die Stadt versucht einen Bahn-Bypass zu verhindern – aber mal ehrlich wenn da hinten ein Flughafen gebaut wird – ist der Bahnhof nicht mehr weit.
    Oder wie sollen die angepeilten 1–1,5 Millionen Passagiere da hinkommen?

    Ich will jetzt garnicht mal auf der Ökologischen Schiene fahren, von wegen Naturschutz etc. das sind bei den meisten Politikern in Mannheim eh nur Lippenbekentnisse. Wer braucht schon Wiesen, Felder oder Bäume – wenn man eine neue Landebahn Betonieren kann^^Ironie aus

    Aber wäre es nicht Sinnvoller den bald freiwerdenden Platz für die Bewohner der Stadt zur Verfügung zu stellen? Man ließt immer wieder in der Zeitung das immer mehr Familien der Mittelschicht der Stadt den Rückenkehren – Keine Bauplätze – und wenn dann ist es oft laut und nicht selten ist das Umfeld *schmutzig.

    Glauben die Politiker wirklich das der Norden von Mannheim ein Einwohnermagnet wird, wenn dort auch noch ein Flughafen gebaut wird? Die Wahrscheinlichkeit ist eher gering. Also warum nicht mal Mutig sein und das Gebiet den Bewohnern geben – Rückzugsmöglichkeit oder ein Wohngebiet nach Ökologischen Gesichtspunkten – oder eine Mischung aus beidem.

    Und die vielen Millionen die so ein Flughafenneubau kostet, kann man in Mannheim Sinnvoller investieren. Ich bin kein Gegner der modernen Welt und bin auch für den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur etc. Aber wenn ich sehe in welch schlechtem Zustand die Mannheimer Straßen teilweise sind – Oder Projekte wie die Westtangente wegen finanzieller Schwierigkeiten wieder in die Schublade gesteckt werden. (Aus der Sie erst vorher hervorgekramt wurden, um dann für zig-Tausend Euro nochmal eine neue Studie anzufertigen) Hat Mannheim wirklich andere Sorgen als einen neuen Flughafen.

    Die Aktion Ruheort statt Airport unterstütze ich generell – finde es aber Schade das dafür überall im Norden Pressholtzplakate an Laternen geklebt wurden, aber auch das ist mal wieder typisch – für über 1 Millionen neue Plakatständer, damit dann bei solchen Aktionen wieder die Holzplakate angepinnt werden – die dann, um auf dieser Schiene zu bleiben, wieder abfallen und vor sich hingammeln* wie viele dieser Art Plakate* wirklich Schade